Hervorgehoben

Die Planung 2020

Wo soll es dieses Jahr hingehen? Noch ist die Planung vage, aber das es wieder raus auf die Nordsee und in den Atlantik geht, das steht wohl bereits fest. Die Fazination dieses Seegebietes ist einfach so großartig und bei einem Törn nicht zu erfassen. Zu viele Dinge gibt es noch zu sehen und einige gilt es auch wieder zu entdecken.

Update 19.12.19 Vielleicht kommt es doch alles anders als man denkt. Aktuell stehen auch die nördlichen Gefilde wieder auf dem Plan. Was wäre denn mal mit den Norwegischen Fjorden als Ziel? Oder doch mal Happaranda? Oder die weißen Nächte in St. Petersburg erleben.

Update 27.3.19 Und tatsächlich kommt alles anders als man denkt. Noch naht die Saison nicht und vor Ende April würde ich noch nicht mal das Schiff klar für die Wasserung machen. Erst Mitte Mai wäre mit einer Wasserung zu rechnen. Aber das ist aktuell natürlich zweitrangig. Meine Gedanken sind auch bei den vielen Segler die sich aktuell auf Langfahrt befinden und wahrscheinlich irgendwo festhängen. Sollte es aktuell Leute geben, die sich auf einer nonstop Weltumsegelung befinden, sind das wahrscheinlich die Einzigen, die von der Corona-Pandemie nichts mitkriegen. Wilfried Erdmann hatte ja bei seiner ersten Weltumsegelung noch nicht mal ein Funkgerät dabei.

Update 24.5.2020 Ja auch fast 2 Monate später steht die Carusa noch auf Fehmarn in einer Halle. In den nächsten Tagen ist geplant, das Unterwasserschiff zu streichen und die Außenhaut zu polieren. Was dann kommt steht in den Sternen. Ein großer Törn ist nicht vorstellbar.

Bordcomputer Marke Eigenbau

Eigentlich macht dieser Bordcomputer nichts anders, als die vorhandenen Sensoren (Logge, Tiefenmesser, Windmesser, GPS) und einige externe Sensoren (Temperaturen und Luftdruck sowie Spannungswerte) auszuwerten und über einen Webserver per Browser abrufbar zu machen. Natürlich können diese Daten auch auf einer SD Karte gespeichert werden. So entsteht dann jede Menge Datenmüll, den man in der Winterzeit genüßlich auswerten kann. Also nichts was man wirklich braucht. Es ging hier mehr um die Beschäftigung mit der Technik, als um die Beseitigung eines vorhandenen Mangels bzw. Problems. Und so sieht das Ganze nun aus:

So sieht das dann auf dem iPad aus:

Wenn man mal anfängt …

Erste Übungen: Voltmessung

Schon häufig hatte ich in Foren von einem raspberry PI gelesen. Dies sind kleine Mini-Computer, auch Einplatinen-Rechner genannt. Eine ähnliche Klasse stellen die arduinos dar. Diese Geräte verbrauchen wenig Strom (im Bereich MilliAmpere) im Gegensatz zu Laptops. Und natürlich nehmen Sie viel weniger Platz weg und kosten unter 10 €! Nur man muß die Dinger selber programmieren in einer C ähnlichen Sprache. Das schien mir bisher viel zu kompliziert. Aber durch Zufall bin ich auf dieses Forum gestoßen, weil ich mich mit den NMEA-Datensätzen befasst habe. Und dahinter steckt ein Matthias Busse von Busse Yachtshop aus Kiel.

Nun habe ich mir zu Weihnachten selber einen kleinen Experimentierbaukasten geschenkt. Und perfekt war die Infektion mit dem Arduino-Virus. Schnell kommt man da zu immer komplexeren Projekten. Zunächst habe ich die seriellen Daten der NMEA Protokolle eingelesen. Dazu muß man sich zunächst einen RS232/USART-Wandler bauen. Und spätestens hier kommt der Lötkolben zum Einsatz. Oh mein Gott! Man liest sich immer tiefer in die Gebiete ein und kommt so zu immer besseren Lösungen – nur hat man gar kein Problem dazu!

Mittlerweile habe ich damit zu Hause eine webbasierte Wetterstation gebaut, die mit dem ipad gesteuert werden kann. Aller Versuche die Daten irgendwie auf LCD Displays abzubilden habe ich damit nun hinter mir gelassen. Die Oberfläche ist das ipad oder das iphone. Keine zusätzlichen Schalter oder Displays.

Für die Carusa möchte ich nun eine Motorüberwachung bauen, die Temperatur, Batterieladung, Motorstunden etc. ausliest, speichert und verarbeitet. Das braucht man alles nicht, aber der Weg ist das Ziel.

Dies ist ein WebServer mit SD-Card und Temperatursensor

SEAYAK Seatalk to NMEA Converter

Seayak Converter

Schon lange hat es mich gestört, das die Daten der Raymarine ST60 Instrumente nicht mit den anden Geräten kommunizieren konnten, weil Raymarine nur Setalk-Protokollen bedient. Übliche in Deutschland erhältliche Converter kosten schnell an die 200€. Und das war es mir nicht wert, weil es ja nur um redundante Anzeige der Daten, bzw. die Möglichkeit zu haben die Daten irgendwie einfach weiter zu verarbeiten. Das kleine Gerät von Seayak aus Australien (kommt per e-bay in 14 Tagen) kostet je nach Wechselkurs nur 35€ tut genau was es soll. In Verbindung mit dem TRX3 der als WLAN Multiplexer dient, sind nun alle verfügbaren Schiffsdaten drahtlos überall im Zugriff. Die Installation ist simpel und klappte auf Anhieb – das ist ja selten. Wichtig ist natürlich die Einstellung der korrekten Baudraten der vebundenen Geräte.

Eine tolle und ebenfalls sehr günstige APP ist die Imray-Instrumente-App. Hier wird nicht nur ein m.E. sehr übersichtlicher AIS Plotter geboten, sondern man hat die Möglichkeit fast alle erdenklichen Instrumente (Depth, Wind, Speed, Kompass, etc.) abzubilden.

Wenn man isailor verwenden will sollte man auch alle Schiffsdaten per WLAN verfügbar haben, damit man den vollen Funktionsumfang nutzen kann. Ich tue das nicht, denn ehrlich gesagt hab ich zwar Spaß an der Technik, aber man muß auch aufpassen, das man es nicht übertreibt.

Ich freue mich, das ich nun alle Daten auch unter Deck ablesen kann, wenn ich am NaviTisch sitze.

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