Arbeiten am Schiff im Winter 2021/22

Die Lightstripes müssen neu verklebt werden. Das Sikaflex hat sich durch das UV-Licht teilweise abgelöst. Das ist nicht wirklich gut durchdacht gewesen. Zunkünftig werden die Lightstripes komplett foliert, damit kein UV-Schaden mehr entstehen kann. Das ist eine ziemlich fiese Arbeit, aber mit einem Multifunktion-Messer geht das einigermaßen von der Hand.

Die verbogenen Relingstützen werden ersetzt und der von Anfang an zu lange Relingsdraht wurde eingekürzt.

Noch auf der Liste stehen neue Batterien. Die alten (2×80 Ah von 2018) sind zwar noch ganz ok, aber die werden jetzt gegen 2x100Ah ersetzt. Mehr passt dann auch nicht in die Batteriebox unter der Salonbank rein. Das sollte aber dann auch reichen. Der geschätzte tägliche Stromverbrauch liegt bei 100Ah, wenn man 24-Std. durchsegelt und der Autopilot ordentlich mitläuft.

Service Batteriebank 160Ah

Ein kleines 100W Solarpanel habe ich auch noch angeschafft. Erste Versuche haben gezeigt, dass dieses Panel bei guter Sonne Ende August ca. 6Ah liefert. Das ist nicht viel, könnte aber an sonnigen Tagen vor Anker wirklich hilfreich sein.

Charger

Der M5Core2 ist das neue Spielzeug für die langen Wintermonate. Er basiert auf dem aktuell verbauten ESP-32, hat aber ein integriertes LCD-Display, eine interne Batterie und die SD-Card bereits integriert. Zusätzlich ist auch ein Gyro an Bord und ein Lautsprecher. Das Display ist ein Touch-Display, das es ermöglicht nun auch ohne WLan eine Benutzerführung zu implementieren. Mal wieder etwas, was man nicht wirklich braucht.

M5Core2

Nach vielen Versuchen habe ich nun etwas vielleicht sinnvolles erdacht. Der M5Core2 wird als mobiles Display eingesetzt. Er empfängt die Daten der Sensoren über das WLAN des TRX3. Das funktioniert bereits. AIS-Daten werden als Listen dargestellt. Alarme für die Wassertiefe sind bereits implementiert. Da das Gerät ein Touchdisplay hat, habe ich die notwenige Steuerung so programmiert, dass man durch intuitives Wischen die jeweiligen Displays erricht.

Das Solarpanel hat nun mittlerweile auch eine stabible Halterung bekommen. Der Mast ist aus GFK, die Steckrohre aus Alu. Als Gelenk dient ein Power-Joint vom Surfbrett.

Der Solarladeregler hat ja ein Bluetooth Steuerung. Den Lastausgang kann ich nun bei ausgeschaltetem Hauptschalter ins Bordnetz einspeisen. Damit wird dann der gesamte Stromverbrauch über Blutooth sichtbar. Das ist aber nur bis max. 15A ausgelegt! Das ist also nicht für den Dauerbetrieb geeignet, aber man damit mal testweise einzelne Verbraucher durchmessen. Dabei hatte ich aber keine wirklich neuen Erkenntnisse. Die Verbraucher verbrauchen alle so wie in den Betriebsanleitungen angegeben. Und am Ende gilt sowieso: Wenn nix mehr geht muß der Motor ran!

Das Solarpanel wird aber wohl bei gutem Wetter den Stromverbrauch tagsüber abdecken. Damit sollte man dann also die Reichweite der Batterien verdoppeln. Jetzt reicht die Kapazität für 24 Std. Allerdings muß dann die Sonne auch wirklich mitspielen. Die Praxis wird es zeigen!

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